



1975 wurden die neuen Gebäude eingeweiht, und die Athleten dankten es in den folgenden Jahren mit hervorragenden Leistungen in den internationalen Sportarenen im Junioren- und Erwachsenenbereich. Leichtathleten, wie Rosemarie Ackermann, die als erste Frau der Welt die 2 Meter übersprang, Gloria Siebert, Karin Roßley, Birgit Uebel, die Radsportler Bernd Drogan, Hans- Joachim Hartnick, Lutz Heßlich, Jens Glücklich, Volker Winkler, Lothar Thoms und Dirk Meier, die Boxer Marco Rudolph und Diego Drumm und die Turner Sylvio Kroll, Maik Belle und Carsten Oelsch vertraten erfolgreich die Farben des Sportclubs Cottbus und brachten zahlreiche Medaillen von Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften mit nach Hause. Viele von ihnen waren Schüler der damaligen Kinder- und Jugendsportschule Cottbus.

In der Schule lernen die Athleten von der 7. Klasse an in einer Gesamtschule
mit gymnasialer Oberstufe, die ihnen sehr gute Möglichkeiten bei der
Koordinierung von schulischer und sportlicher Ausbildung bietet.
Die Bewerbungen überschreiten bei weitem die Aufnahmekapazität
der Schule und es müssen bestimmte leistungssportliche und schulische
Anforderungen erfüllt werden.
Kriterien für die Aufnahme der Schüler:
• Sie müssen einer der geförderten Sportarten der Schule
angehören und im Landesstützpunkt trainieren ( Fußball,
Turnen, Boxen, Handball männlich, Radsport und Leichtathletik männlich
/ weiblich sowie Volleyball weiblich).
• Sie benötigen eine Empfehlung des Landesverbandes der jeweiligen
Sportart.
• Sie sollten möglichst schulisch so gut sein, dass sie bis zum
Abitur an der Lausitzer Sportschule verbleiben.
Es gibt außerdem sportliche Aufnahmetests, eine sportärztliche
Untersuchung und ein Aufnahmegespräch mit Eltern und Schülern.
In den Klassen 7-11 besteht außerdem die Möglichkeit , Seiteneinsteiger
aufzunehmen, die dieselben Aufnahme-bedingungen erfüllen müssen.
Nach erfolgreichem Abschluss der 10. Klasse lernen die Sportler und Sportlerinnen
weiter in der Sekundarstufe II.

In Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt Cottbus werden die Athleten
bei der Suche von Ausbildungs- und Studienplätzen unterstützt.
Es gibt eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und dem Energiekonzern
Vattenfall Europe.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulleitung, Lehrern, Eltern, Trainern,
Erziehern und Schülern, die Betreuung durch die Schulsozialarbeiterin,
Sport- und andere Projekte, der Besuch von Ausstellungen und vieles mehr
gehören genauso zum Leben der Sportschule wie der Besuch von Wettkämpfen
durch die Erziehungsträger und Klassenkameraden anderer Sportarten.
Gerade auch die Projektwoche zur Vorbereitung der Feier zum 50. Gründungstag
der Sportschule im September 2004 trug zur Erforschung der Geschichte der
Schule, zur Gestaltung der Klassenräume und ähnlicher Maßnahmen
bei und stärkte die Verbundenheit der Schüler mit ihrer Schule.
Die Schule pflegt Schulpartnerschaften mit der Sportbetonten Grundschule
Cottbus und der Sportschule in Zielona Gora. Eine Partnerschaft mit der
"Soccer Academy" in Calgary wird seit mehreren Jahren gepflegt.
Die Auszeichnung der Schule 1997 mit dem Titel „Elite-Schule des Sports“
ist für Schüler und Lehrer gleichermaßen Verpflichtung.
Am 15. September 2006 wurde die Schule mit dem Titel "Eliteschule des
Fußballs" durch den Deutschen Fußball-Bund ausgezeichnet.
Die Lausitzer Sportschule war die erste Schule, die diesen Titel bekam.
Schule, Vereine, die Stadt Cottbus und das Land Brandenburg arbeiten immer
enger zusammen, um den Sport in der Lausitz weiter zu entwickeln und neue
Spitzensportler hervorzubringen.
Einen sehr wichtigen Beitrag leisten die Eltern. Diese Traditionen der Zusammenarbeit
gehen bis in die 50er Jahre zurück, wo Eltern z.B. Quartiere für
die Sportschüler zur Verfügung stellten, die Kinder in all den
Jahren zu Wettkämpfen begleiteten, bei der materiell - technischen
Ausstattung Hilfe gaben. Hier wäre z.B. die Zusammenarbeit in den 70er
Jahren mit der Fliegerwerkstatt, die ein Vater leitete, zu nennen. Sie ermöglichte
den Radsportlern das Höhentraining in einer Unterdruckkammer.
Eltern haben die Schule beim Umzug nach Cottbus in die neuen Räume
des Internates und der Schule tatkräftig unterstützt.
Auch heute ist der Sport ohne die Hilfe der Eltern undenkbar. Diese leisten
sie z. B. beim Gewinnen von Sponsoren und bei der Wettkampfbetreuung. Sie
arbeiten auch eng mit dem Schulleiter, den Lehrern und Erziehern zusammen.
Zahlreiche gute sportliche Ergebnisse in den letzten Jahren bestätigen
die Richtigkeit des Konzepts der LSS, die durch immer bessere Trainingsbedingungen
im Umfeld der Schule unterstützt wurde, wozu auch die neue „Lausitz-Arena“
seit 2003 gehört. Sie bietet sehr gute Bedingungen für das Handball-
und das Volleyballtraining, für die Durchführung des Sportunterrichts
und sie wird natürlich auch von anderen Sportvereinen für Training
und Wettkämpfe genutzt. Die Boxhalle wurde ebenfalls rekonstruiert.
Die Gewährleistung kurzer Wege zwischen Schule, Trainingsstätte,
Internat und Sportlermensa garantiert optimale Bedingungen für die
Schüler.
Viele ehemalige Schüler der Lausitzer Sportschule sind heute bei internationalen
Wettkämpfen vertreten. Zu ihnen gehören die Radsportlerinnen und
Radsportler Angela Brodtka, Trixi Worrack (Teilnehmerinnen an den Olympischen
Spielen 2004), Katja-Christin Muche, Heinrich Haußler, Maximilian
Levy, Danilo Hondo, Olaf Pollack, der Turner Robert Juckel (Teilnehmer an
den Olympischen Spielen 2004), der Leichtathlet Toni Mohr, die Fußballer
Kevin McKenna, Rene Trehkopf, Roland Benschneider, Alexander Walke, Thomas
Neubert und viele andere. Diese guten Leistungen sollen in den nächsten
Jahren fortgesetzt und weiter gesteigert werden. Dass die Schule auf dem
besten Wege dorthin ist, beweisen Erfolge jüngster Vergangenheit.