Radstadion
Bei der Radrennbahn wurden nicht nur die funktionellen
Erfordernisse für Training und Wettkampf berücksichtigt, sondern
es wurde auch auf die bestmöglichen Verhältnisse für Zuschauer
und Organisation Wert gelegt. Diese betreffen den reibungslosen Zugang des
Publikums
zur Wettkampfanlage,
einwandfreie Sichtverhältnisse für das Miterleben der Wettkämpfe
und natürlich auch eine vorbildliche Sportstätte selbst, die den
Sportlern optimale Bedingungen sichert.


Die Cottbuser Radrennbahn, deren Spezialbelag noch immer zu den schnellsten der Welt zählt.
In der Grundrissform (Planimetrie)
stellt der Innenrand der Radrennbahn zwei Kurven dar, die mit Geraden untereinander
verbunden sind. Die Bahnlänge beträgt 333,33 m und ermöglicht,
dass eine geringe Anzahl von Runden ein Kilometermaß ergibt. Mit
einer durchgehenden Bahnbreite von 7,50 m und einem Neigungswinkel der Fahrfläche
zur Horizontalen von 41,89 Grad sind international vorgeschriebene Abmessungen
realisiert. Die Konstruktion der Piste wurde so gewählt, dass sämtliche
- auch die statisch zulässigen - Durchbiegungen weitgehend vermieden wurden
und die Fahrfläche eine starre Fläche bildet. Ein spezieller Kunststoffbelag
verhindert Unebenheiten auf der Betonpiste und ermöglicht höhere Geschwindigkeiten.
Somit eignet sich die Cottbuser Radrennbahn zur Durchführung aller Bahnradsportdisziplinen,
Steherrennen eingeschlossen.
Obwohl alle Zuschauerplätze und die Fahrbahn überdacht sind, ist die
Cottbuser Radrennbahn im Sinne des Reglements der UCI (Union Cykliste International)
eine "Offene
Bahn". Der Unterschied zwischen einer Hallenbahn und einer "Offenen
Bahn" besteht darin: Während bei einer überdachten Radrennbahn
die Oberfläche der Fahrbahn aus hartem Holz besteht, ist die Fahrfläche
einer "Offenen Bahn" zumeist aus Beton gefertigt.
Es stellt der Cottbuser
Radrennbahn ein gutes Zeugnis aus, dass auf die
Sicherheit ein besonderer Wert gelegt
wurde. So ist z. B. von der Anfahrlinie zum Innenraum hin ein weiches und rutschfestes
Bitumen verlegt worden, damit bei Stürzen
schwerwiegende Folgen durch Aufschlagen auf Stein- und Betonboden vermieden
werden können.
Die 1.500 Lux starke Flutlichtanlage schließt eine
Blendung der Fahrer aus und bietet eine schattenfreie, gleichmäßige
Ausleuchtung der Fahrbahn. Aus Sicherheitsgründen wurde zudem noch
eine unabhängige Notbeleuchtung installiert, die bei Ausfall des Stromnetzes
automatisch und unmittelbar zur Wirkung kommt, damit folgenschwere Stürze
ausgeschlossen werden.
Zusätzliche Räume und Einrichtungen für die Sportler


Mitte der 80er Jahre wurde die Radrennbahn neu gebaut
Es ist auffallend,
dass der Zugang zum Innenraum der Bahn ohne Überschreiten der Fahrfläche
gewährleistet wird. Sportler, Wettkampfrichter und Organisatoren erreichen
den Innenraum durch einen Tunnel, an dessen Ende ein Funktionsgebäude "Bequemlichkeiten" in
vielerlei Hinsicht bietet. Im Funktionsgebäude befinden sich die Umkleide-,
Massage-, Wasch-, Dusch- und Ruheräume, Toiletten und Werkstatteinrichtungen.
Während die Wettkampfrichter und Organisatoren vom Funktionsgebäude
aus auf kürzestem Wege den Innenraum erreichen können, rollen die
Sportler, im wahrsten Sinne des Wortes, vom Funktionsgebäude durch den
Tunnel zum Fahrerlager.
Das Fahrerlager ist 1,80 m unterhalb der Fahrbahn und bietet für die zwischen
den Rennen pausierenden Fahrer einen entsprechend großen, windgeschützten
und abgegrenzten Raum mit Sitzgelegenheiten. Jede Mannschaft verfügt über
eine eigene Koje, die zur Erholung oder für kleinere Reparaturen genutzt
werden kann. Eine Koje ist für den Sportmedizinischen Dienst reserviert,
der allen am Wettkampf beteiligten Sportlern zur Verfügung steht. Mit einem
solchen Fahrerlager werden dem Zuschauer bessere Sichtmöglichkeiten gegeben,
und da eigens für die Sportler im Fahrerlager eine Warmfahrstrecke eingerichtet
ist, wird ein störungsfreier Ablauf des Wettkampfes jederzeit gesichert.
Organisationsbereich und Zuschaueranlage


volle Zuschauerränge
Wie bei allen modernen Radrennbahnen
sind auch für die Cottbuser Bahn
Zeitmess- und Zielfotoanlagen berücksichtigt worden. Ohne ihren Einsatz
sind bei den heute erzielten Geschwindigkeiten und der vorherrschenden Leistungsdichte
Radsportwettkämpfe nur noch schwer zu überwachen. Des weiteren verfügt
unsere Bahn über eine Lautsprechanlage, die vom Platz der Jury aus bedient
wird. Beide Einrichtungen unterstützen die Wettkampforganisatoren, dienen
Rennfahrern und Zuschauern zugleich. Aber auch auf die seit Jahr und Tag
auf Radrennbahnen vorhanden klassischen Informationsträger wurde nicht
verzichtet. Am Innenrand des Schutzstreifens hinter der Ziellinie, etwa
am Beginn der
Südkurve, ist gut sichtbar für die Fahrer eine Rundentafel und eine
weithin tönende Glocke installiert.
Für eine zusätzliche Information der Zuschauer trägt die in
der Nordkurve installierte elektronische Anzeigetafel bei.
Bei der Formgebung der Zuschauertribünen bestimmte der Wunsch nach optimalen
Sichtmöglichkeiten die Gestaltung der Sitz- und Stehplätze. Diesem
Faktor wurden architektonische und bautechnische Aspekte untergeordnet.
Insgesamt
1.925 Sitzplätze an den Geraden der Radrennbahn und 1.326 Stehplätze
in den Kurven haben bei aller Unterschiedlichkeit den Vorteil, dass sich
der Zuschauer zu jeder Zeit vom Verlauf der sportlichen Wettkämpfe
informieren kann. Eine funktionsgerechte Zuordnung und Auslegung der Verkehrsflächen
(Ein- und Ausgänge, Treppen) garantieren eine wirtschaftliche und sicherheitstechnisch
einwandfreie Benutzung der Zuschauertribünen. Damit wurde weitestgehend
den Bedürfnissen der radsportinteressierten Zuschauer entsprochen.
Verein 
Verbände 
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Bund Deutscher Radfahrer e.V.
Otto-Fleck-Schneise 4
60528 Frankfurt / Main
Telefon: 069 / 967800-0
Telefax: 069 / 967800-80
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www.rad-net.de
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Brandenburgischer Radsportverband e.V.
Am Mühlengraben 1
03172 Schenkendöbern / OT Groß-Gastrose
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Telefax: 035692 / 66793
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